BONENKAI 2006
Vom 20.-22. Januar
2006 fand diese supersympathische Convention wieder in Neustadt
an der Weinstraße statt.
Da bestimmt JEDER unseren Bericht aus dem Jahre 2004 verschlungen hat, gibt's diesmal keine Bilder von
Neustadt, sondern wir beginnen sogleich mit dem "Ding an
sich". Und wieder gilt die Warnung: Hier sind MÜLLIONEN von
Bildern zu sehen. Also leert vorsoglich den Cache.
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NOCH ist der Festsaal leer und harrt der Besucher - aber bald geht es los... |
Eines gleich vorweg: Leider war es uns nicht möglich, die gesamte Veranstaltung zu dokumentieren. Immerhin waren wir mit unserem Modellbaukram als Aussteller eingeladen. So fehlen hier Bilder der Tanzgruppen, des Cosplay-Wettbewerbs, der traditionellen Fächertanz-Vorführung usw. Aber vielleicht dient diese Seite ja als kleiner Anreiz, die nächste BK zu besuchen.
Gleich nach den Grußworten des Neustädter Bürgermeisters (sehr sympathisch, ich habe mich kurz mit ihm unterhalten können, als er seinen Rundgang durch alle Räume machte) und dem Abgesandten des japanischen Konsulats (extra aus Frankfurt angereist, er fand alles sehr "interessant") begann die Veranstaltung mit dem sprichwörtlichen "Paukenschlag".
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| Nach einem Jahr Werkskunde wurden diese traditionellen Trommeln aus Weinfässern gefertigt. Wir bekamen ungemein präzise und mitreißende Polyrhythmien zu hören. Wer auch immer diese Truppe engagiert hat - einen besseren Griff für die Eröffnung hätte man gar nicht tun können. Leider traten sie nur am Freitag auf. |
Ein weiterer Schwerpunkt der diesjährigen Bonenkai war das "DOLL-EVENT".
Hier gab es traditionelle Puppen zu sehen - aber auch die unglaublichen Momoko-Fashion-Dolls (zieh' Dich warm an, Barbie!) und die geradezu beängstigend echt wirkenden Puppen (und Bausätze) des hochtalentierten Gentaro Araki. Hinzu kamen Hersteller von reinen Künstlerpuppen, ein Stand von AZONE (hervorragendes "Zubehör") und und und...
Beginnen wir doch mit den traditionellen "Stabpuppen", den KOKESHI:










Direkt gegenüber fand sich Momoko (hergestellt von SEKIGUCHI). Die japanische Antwort auf Barbie. Womit man Momoko bitter Unrecht tut - sie ist sooo viel mehr als Barbie. Sie ist pfiffiger, beweglicher, ungleich stärker im Ausdruck und hat die schärferen Accessoires...



...die unter Anderem von AZONE produziert werden. AZONE war mit einem eigenen kleinen Stand vertreten. Die Mitarbeiterinnen waren ungemein höflich, offen für die ('tschuldigung, aber so bin ich nun mal) dämlichsten Fragen und schienen sich doch recht wohl zu fühlen. Ach, Ihr wollt sehen, was es so gab - bitte sehr:


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Und
wem danach ist, der kann seine Super Doll-Fies auch als
griechische Göttinnen |
Und jetzt mal zu den Künstlerpuppen. Einige Puppenmacher waren angereist, um ihre Werke vorzustellen - und auch einige Puppen zu versteigern. Die Versteigerungen fanden am Sonntag statt. Ein Teil des Erlöses ging an (glaube ich) SOS KINDERDORF.




Einen ganz besonderen Ehrenplatz auf dem DOLL EVENT nahmen die Werke von GENTARO ARAKI ein. Dieser immens talentierte Zeichner, Illustrator, Modellierer, Ingenieur, Konzeptkünstler und Puppenmacher hatte einige seiner schönsten Werke (und Erfolge) zur Verfügung gestellt. Dem Charme seiner so seltsam melancholischen Geschöpfe kann man sich nur schwer entziehen.





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Eine Plakette
für die Luxusausgabe von SPACE BATTLESHIP YAMATO (auch
bekannt als STAR BLAZERS). |


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Einige der in geringer Auflage hergestellten Künstlerpuppen wurden hier ebenfalls verkauft. |
Zeit, ein wenig mit den erworbenen Schätzen zu protzen. Ja, das muss auch mal sein.
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| Dieses süße Wesen gab es (in
sehr geringer Stückzahl) als RESINBAUSATZ zu erstehen.
Die vier Exemplare waren innerhalb weniger Minuten verkauft. Den Karton ziert übrigens ein Autogramm von Gentaro Araki |
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| Auch dieser mehr als 44 cm hohe REI AYANAMI Resinbausatz sollte versteigert werden. Er beinhaltet Glasaugen, Echthaar, jede Menge transparente Teile aus teilweise farbigem Resin, Klebefolie in Silbermetallic und was der Dinge mehr sind. Auf dem Karton finden sich ein Autogramm und eine Skizze von Gentaro Araki. Leider wollte niemand für dieses schöne Stück japanischer Popkultur (mann, ein echtes superlimitiertes EVENT-KIT!!) bieten. Und uns fehlte das Geld. Ja, und dann machte man uns das berühmte Angebot, das man nicht ablehnen kann... Muss ich betonen, daß sich jeder Cent gelohnt hat? |
Einer der Gründe, warum man plötzlich andächtig still wurde, wenn man diesen Raum betrat, war die Ausstellung von Kimonos. Wer wollte, konnte sich von der Ausstellerin (die auch die Fächertanz-Vorführungen bestritt) einkleiden lassen - und sich für wenige Minuten wie eine Braut, Tänzerin oder Geisha fühlen. Alle Fragen wurden hier gern und kompetent beantwortet.





Noch mal schnell ein kurzer Blick in einen der Vorführräume, bevor die Vorstellung beginnt.

Aber eigentlich möchte doch jeder die Leute sehen, ohne die eine Convention keine Convention wäre, oder?
Aaaalso, hier sind sie - die Cosplayer. Die Leute, die Wochen und Monate an ihren Kostümen feilen, die zweidimensionale Comics und Zeichentricks ins Dreidimensionale übertragen, die auch noch am letzten Tag bereitwillig "ja" sagen, wenn man mit dem Photoapparat winkt - und sich selbst dann in Pose werfen, wenn man sie beim Essen oder Ausruhen stört. An dieser Stelle also ein herzliches Dankeschön für soviel Geduld, Höflichkeit und Professionalität.
Im Festsaal fand also der Wettbewerb statt. Und vor dem Bühneneingang herrschte einige Minuten vorher eine Stimmung wie vor der Oscarverleihung.


Drinnen wartete bereits die gestrenge Jury auf die Einzelkünstler und Gruppen:


Und wie man unschwer erkennen kann, war unsere Kamera dem nicht gewachsen. Dabei wurde wieder sehr viel geboten. Es gab alles - von der eleganten Kurzperformance bis hin zum perfekt einstudierten und mit diversen selbstgebauten Requisiten ausgestatteten völlig absurden und superlustigen Mega-Mörder-Monster-Crossover-Sketchprogramm.
Also hieß es: Den Cosplayern auflauern, wo man ihrer habhaft werden konnte.














































Betreten wir nun "unser" Reich. Wir wollen Euch also zuerst einmal Lutz Behling vorstellen. Und die Sailor Pluto, die er in jahrelanger Arbeit gekreuzstichstickt hat:


Um die Besucher völlig zu verunsichern, hat Lutz darauf verzichtet, die Fertigmodelle und die Bausätze kenntlich zu machen.


Auch sehr gelungen: Das Krippenspiel in der Scheune, mit dem (per LED beleuchteten) Fuhrpark gleich nebenan


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Auch der Stern blinkt und glitzert mit einer Vielzahl von LEDs |




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Diese irrwitzigen und aufwendig modifizierten PLAYMOBIL-Dioramen sind das Werk der MangasZene-Herausgeber. |
Jetzt noch der
Beweis, daß wir auch einige von unseren Sachen dort ausgestellt
haben:




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| Und mit diesem KLEINEN Eindruck,
welche hochqualitativen Fan-Arts und Doujinshis man
hätte kaufen können, wollen wir den Bericht beenden. |
Tja, das war sie, die BONENKAI 2006. In unseren Augen ein voller Erfolg. Hoffen wir, daß es die Besucher und Ehrengäste genauso empfunden haben. An dieser Stelle noch einmal ein DANGESCHÖÖÖÖÖÖN! an die Herausgeber der MangasZene, die unseren Kram von Bochum nach Neustadt und zurück gekarrt haben, für die Organisation, das leckere Essen (in die Reisbällchen hätte ich mich hineinsetzen mögen, so lecker waren die) und das tolle Rahmenprogramm.