ÄGÜPPTN???

Oder: "Welche Jahreszeit wird in diesem Schlager besungen?"

Bei diesem Diorama ging es mir darum, ein wenig von den "Materialschlachten"
wegzukommen und die Handlung stattdessen auf das Wesentliche (die Figuren
und die Interaktion/Konfrontation) zu reduzieren.

Benutzt habe ich den RA (Plastikbausatz zum STARGATE Film, die Mumie von
DOLMEN und eine Kurushima-Figur, die ein wenig ägyptisch aussieht. Ich glaube,
sie entstammt einer MACROSS-Serie.

Die Story an sich:

Zur Blütezeit des ägyptischen Reiches hatte der Hohepriester Desperobis ein Problem:
Er hatte mir Frauen einfach kein Glück. Mit den Jahren wurde er immer verbitterter und
mit der Verbitterung kam die Häßlichkeit, sodaß er niemals mehr seine Maske absetzte.

Eines Tages - beim Durchstöbern der Bibliothek von Alexandria - stieß er auf einen
besonderen Papyrus. Und damit auf die Lösung seines kleinen Problems:

Ein Zauberspruch von immenser Macht. Der es ihm ermöglichen würde, die lieblichste
aller Blüten des Niltals, Prinzessin Cutiepatra, wieder zum Leben zu erwecken. Und mehr
als das - sie würde in Liebe zu ihrem Erwecker entbrennen und ihm fortan vollkommen
hörig sein. Da Desperobis auch nicht ohne politischen Ehrgeiz war, kam ihm diese kleine
Nebenwirkung sehr gelegen.

Flugs machte er den Grabtempel der Prinzessin ausfindig, öffnete alle Gefäße, in denen man
ihre einbalsamierten sterblichen Überreste aufbewahrt hatte und machte sich ans Werk.

Er entzündete heiliges Räucherwerk und sprach die Formel - und siehe: Aus dem Nebel
heraus manifestierte sich Cutiepatra in all ihrer Schönheit und Anmut. Doch während sie noch
auf ihren Herrn und Gebieter zuschritt, erreichte der Zauber noch einen Sarkophag, der an der
Wand gelehnt hatte - und erweckte dessen Inhalt: MERIKARA! Die Plage des Niltals, vor
vielen Generationen von heldenhaften Priestern gebannt und mit einem Fluch belegt.

Armer Desperobis. Hätte er doch nur die Hieroglyphen an der Wand gelesen, bevor er den
Zauber sprach...

 











 
Der fertig montierte RA - oder Desperobis. Microlady Elsa mag ihn sichtlich
gern.
  Auch von der Prinzessin in spe ist die Microlady so begeistert, daß sie spontan
ihr "magical girl" outfit angelegt hat.

Die Mumie allerdings findet sie extrem gruselig.

 

 

Der Kopfputz war ziemlich aufwendig gestaltet.

  Nachdem ich ihm die Grundfarbe verpasst hatte, habe ich die erhabenen Stellen mit Goldfarbe behandelt
     
 

Die Vorderseite der Robe weist ebenfalls eine Unzahl an Ornamenten auf.
Hier fand ich einen Übergang von hellblau zu schwarz passend.
  Allerdings musste ich mehr als 20 Arbeitsstunden investieren, bis alle Farben richtig deckten und auch das
Gold richtig glänzte.
     
 







Was der Rückseite dann an Möglichkeiten für Farbverläufe fehlte, machte sie
mit einer weiteren Unzahl an Ornamenten wieder wett.
  Ich fand es auch schwierig, ihn nicht zu bunt aussehen zu lassen. Denn hätte man mit noch mehr Farben
gearbeitet, hätte er schnell nach "Yellow Submarine" ausgesehen.
     














 

Gut nur, daß alle Vertiefungen, in denen sich nun Goldfarbe befindet, sehr präzise
eingraviert waren.
 

Hier nun die Kopfpartie mit der Gesichtsmaske und dem Kopfputz.

     

Und die Rückseite. Ich habe selten einen so reich detaillierten Bausatz bearbeitet.
Sowas mache ich NIE WIEDER!!!! (bis zum nächsten Mal)

 

 
Diesen finsteren Gesellen habe ich mal im Supersonderangebot auf der SPIEL
in Essen ergattert.
  Er hat viele schöne kranke Details. Wichtig war mir der Leuchteffekt für die
Augen. Denn er wird ja durch Magie erweckt und ist durch und durch böse.
     
 

Obwohl der Sarkophag auch fein detailliert ist, war er doch einfacher zu
bemalen als die Robe des RA.
  Ich habe mich bemüht, mich an die Farbtöne zu halten, die auch im alten Ägypten
benutzt wurden.
     
 

Und da schaut er aus seinem Sarkophag heraus.

 

An der Mumie kann man sich übrigens zu Tode "washen" und "brushen".

     
Hier ist schön zu sehen, daß der Sarkophag an allen Seiten ausmodelliert wurde.
 
 

Noch mal eine schöne Nahaufnahme mit den Gruselaugen.

 

Der alte Herr scheint aber wirklich eine gute Laune zu haben.

 

 







 







 







 
 

Und fertig ist die "Prinzessin" - an ihr ist nicht wirklich was Besonderes.

 

Zum Tutorial für Resinbausätze allgemein geht's hier lang

 

Der Boden des Tempels besteht aus EFA-Plast, einer lufttrocknenden Modelliermasse. Die Struktur auf
den Bodenfliesen habe ich wieder einmal mit einer Kugel aus Alufolie erzeugt.
 
Die Elemente der Rückwand bestehen aus EFA-Plast light, einer leichten Variante des normalen EFA-Plast.
Die hier liegenden Stempel entstammen diesem Buch:
 

Enthält alles, was man zum Stempeln des Fluches der Mumie benötigt. Den Text habe ich übrigens dem
legendären EUROPA-Hörspiel DIE BEGEGNUNG MIT DER MÖRDERMUMIE entnommen.
 
Und Stück für Stück und in Leserichtung von links nach rechts und von oben nach unten nimmt der Fluch
Gestalt an.
 

Die ersten Stempel sehen - ähem - nicht so schön aus, weil die Stempel nicht richtig sauber waren. Macht
aber nix, da kommt eh Farbe drüber.
 

So, fertig. Die vollgestempelten EFA-Plast-Elemente habe ich auf dünne Styrodurplatten geklebt und an der
Basis (einem Frühstückstablett) befestigt.
 
Fertig. Es fehlt nur noch die Farbe für die Hieroglyphen und die Verkabelung für die Beleuchtung.
 
Dafür habe ich einfach zwei Löcher gebohrt und das Kabel für eine FALLER Microkabelbirne aus dem
Leuchter heraus unter dem Boden hindurch in den vorderen Sarkophag hineingeführt. Darin befindet sich
auch der Batteriekasten mit einem 9-Volt-Block und dem Schalter.

 

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